

Das Ziel der Tagesstätte ist die Entlastung der pflegenden Angehörigen. Man spricht in Bezug auf die Betreuungs-Leistung der Angehörigen von Demenzkranken vom „36-Stunden-Tag“.
Wir rechnen in der Schweiz mit gegen 100'000 Demenzkranken. 80% der Betroffenen leben in den eigenen 4 Wänden. Erst im letzten Stadium der Erkrankung kommt es öfter zum Eintritt in eine stationäre Einrichtung, manchmal erst Tage vor dem Tod.
Die Betreuung der Demenzkranken obliegt mehrheitlich den Angehörigen. Ungefähr zur Hälfte betreuen die Ehepartnerinnen und Ehepartner, die oft selbst betagt sind. Wenn die an Demenz Erkrankten noch jünger sind, betreuen die Partnerinnen und Partner auch dann, wenn sie berufstätig sind.
Zu etwa einem Viertel betreuen Töchter und Schwiegertöchter, auch wenn diese Familie und/oder Beruf haben. Den restlichen Viertel teilen sich Söhne, Schwiegersöhne, Nachbar/innen, Spitex, Tagesheime, Enkelkinder und Freund/innen.
Die Angehörigen melden sich meistens selber bei uns für Beratung und/oder Betreuung. Meistens erhalten sie den Tipp vom Hausarzt, von der Memory Clinic oder einer Sektion der Alzheimervereinigung. Öfters auch kommt der Rat von einer Apotheke, der Coiffeuse, vom Quartierladen oder einem Nachbarn.


